Zugang der Grünen zum Thema Stadtentwicklung
Die von Bürgermeister Wunderl erwähnte Vorgehensweise zur Erstellung eines Stadtentwicklungskonzeptes für Hollabrunn (zuerst Fachleute fragen was möglich sei) “ist ungefähr so absurd, als wenn wir vor der Gestaltung des Wohnraumes unseres Heimes uns vorher nach den Anforderungen und Wünschen des Installateurs erkundigen würden, um seine Anforderungen und Wünsche dann womöglich noch als Leitlinie für unseren intimsten Lebensbereich zu verwenden”. (von Manfred Weigel adaptiertes Zitat von Victor Gruen aus seiner Rede gehalten am Salzburger Institut für Raumforschung, 25. November 1976)
Univ.-Doz. Dr. Bernd Lötsch (http://www.pannatura.com/Templates/loetsch.html) hat im Jahr 1973 Prämissen und 15 Prinzipien für Stadtentwicklung herausgegeben. Diese sind im mehrfach prämierten “Steinbacher Weg” optimal angewandt worden. Die Gemeinde Steinbach/Steyr (http://www.steinbachsteyr.at/) hat hier Anfang der 90er Jahre einen Weg beschritten der nicht nur Nachhaltigkeit lang vor deren wirtschaftlichen Notwendigkeit berücksichtigt hat, sondern auch BürgerInnenbeteiligung in einem Stadtenwicklungskonzept optimal umgesetzt hat. LH Dr. Erwin Pröll hat in seiner Funktion als Vorsitzender der europäischen Arbeitsgemeinschaft Landentwicklung und Dorferneuerung die oö Gemeinde Steinbach/Steyr am 11.4.1994 in München mit dem europäischen Dorferneuerungspreis dafür ausgezeichnet.
Zitat von LH Dr. Erwin Pröll (2002): Für die Erhaltung der Attraktivität unserer Orts- bzw. Stadtkerne und für ihre Aufwertung als Wirtschaftsstandorte sind langfristig angelegte stadtplanerische Konzepte nötig.
Auszug aus http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Gruen:
Victor Gruen (geboren als Victor David Grünbaum am 18. Juli 1903 in Wien; † 14. Februar 1980 ebenda) war ein bedeutender österreichischer Stadtplaner und Architekt, der durch die Planung der ersten modernen Einkaufszentren am Rand von Städten in den USA international für Aufsehen sorgte. In Österreich gilt er als „Vater“ der ersten großen Fußgängerzone, die 1970 trotz heftiger Kritik testweise in der Wiener Kärntner Straße eingerichtet wurde. Bekanntes Argument von ihm in dieser Sache war: „Autos kaufen nichts“.
“Widmungen und Planerisches”, wie es Vizebürgermeister Schrimpl ausdrückt, sind Teil der Umsetzung und erst am Ende des Prozesses Stadtentwicklung angesiedelt. Eben weil es keine Beteiligung der Menschen im Vorfeld gab, werden diese Widmungen zu einem “sensiblen Thema” (Zitate: Schrimpl). Aber das ist zum Glück veränderbar und die Grünen hoffen sehr auf eine Veränderung im Umgang mit dieser Thematik in Hollabrunn. Es liegt in den Händen der gewählten MandatarInnen, denn wir alle wurden letztlich von den hier lebenden Menschen gewählt um möglichst gute Arbeit abzuliefern. Einen ersten Schritt hat der Bürgermeister gemacht als er am Mittwoch den 25.6.2008 das Entwicklungskonzept vom Architekturbüro Maurer als Zwischenstand öffentlich präsentiert hat.






